Die Türkei und ihr mächtiges Erbe Teil 1: Die Konservative Türkei

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Die Türkei gegründet 1923 ist ein sehr interessantes Land.

Ich möchte eine mehrteilige Reihe ins Leben rufen, die sich mit den verschiedensten Perspektiven der Türkei auseinandersetzt. Vom konservativen bis zur Moderne.

Gehen wir als erstes auf den konservativen Aspekt ein :

Schon bevor die Türken den Islam angenommen haben, waren sie in ihrem Glauben dem Tengrismus ein sehr gläubiges Volk. Nachdem sie den Islam angenommen haben, hat sich daran nichts verändert. Sie sind Gründer einer der größten Reiche des Islams : Des Osmanischen Reiches. Viele denken das, dass Osmanische Reich ein Imperiales Reich war. Nun dies ist nicht so. Das Osmanische Reich war ein islamischer Staat, unter anderem stellten sie den Kalifen der zugleich der Sultan war. Somit waren sie Islamischer Staat und Oberhaupt der Muslime zugleich. Dies bekräftigte natürlich die Menschen im Osmanischen Reich in ihrem Glauben, da sie täglich mit diesem gelebt habt. Der Islam war die Zentrale Rolle im Staate.

Das Osmanische Reich zeichnete sich auch aus, das niemand in der Religion gezwungen war den Islam anzunehmen und jeder seinen Glauben leben konnte wie er wollte.

Als Repräsentant des Islams, bleibt es natürlich nicht aus, das dieses die Türken bis heute prägt.  Istanbul war der dreh und Wendepunkt der Machtausübung der Osmanen. Heute ist Istanbul eine globale Weltstadt in der die Religion auch sehr präsent ist. Diese wurde aber meines Erachtens durch die Moderne eingeholt. Mehr Konservative Türken gibt es außerhalb Istanbuls, sprich der Rest der Türkei. Dort ist die Religion und die Kultur präsenter als in Istanbul. Damit meine ich nicht äußerlich, sondern eher das Volk an sich. Ein sehr bekanntes Viertel in Istanbul ´´Fatih´´ ist bis heute ein sehr konservatives Viertel Istanbuls. Auch unter den Seldschuken hat der Islam eine große Rolle gespielt. Die Seldschuken kann man sozusagen als den Vorreiter der Osmanen ansehen. Generell war der Islam zu der Zeit im Nahen Osten die dominierende Religion, die viele Islamische Gelehrte und Mystiker ins Leben gerufen haben. Ein Beispiel ist der Sufimystiker Ibn Arabi.

Trotz dem Zerfall des Osmanischen Reiches und Ausrufung der Republik Türkei 1923, sowie moderne Reformen, sind die Türken weiterhin ein konservatives Volk mit liberalen Zügen geblieben. Man darf nicht vergessen, das es nach der Gründung der Türkei zu großen Problem zwischen den konservativen und den Republikanern gekommen ist, da Gläubige extremst eingeschränkt wurden, in der Ausübung ihrer Religion.

Dies hat bis heute dazu geführt, das nach 1950 nie wieder die damalig einzige Partei der Türkei ,die CHP nie wieder an die Macht gekommen ist. Auch bis heute gilt die CHP unter den Türken, ob modern oder konservativ, als nicht sehr beliebt. Das sieht man auch an den Wahlergebnissen seit 1950.

Auch kann man sagen das der Erfolg der amtierenden Partei der AKP, darauf hinausläuft, das diese den Muslimen in der Türkei mehr Rechte gegeben haben. Als Beispiel kann man das Verbot nennen, das Frauen mit Kopftuch weder studieren noch öffentlich staatliche Gebäude betreten durften. Dies wurde unter Erdogan abgeschafft. Heute sind Frauen mit Kopftuch im türkischen Parlament, daran nur zu denken war in der Vergangenheit schon eine Straftat. Der Erfolg in der AKP , liegt in den Fehlern der CHP in der Vergangenheit.

Die Minderheit der Kemalisten hinderten und verfolgten konservative Menschen mit absurden Gesetzgebungen wie dem Gesetz, das für jeden Türken ,es gilt einen Hut zu tragen, statt einem Fez. Man stelle sich vor 1930 türkische Bauern mit Schalwar und einem französischen Hut. Dieses Gesetz ist heute noch in der Türkei aktiv aber nicht in Nutzung. Der Gebetsruf wurde ins türkische geändert und die Religion komplett verbannt. Dies hat den Unmut der Bevölkerung bis heute gezeichnet. Erst in den 60er Jahren wurde der Gebetsruf wieder auf Arabisch eingeführt. Einer der größten Seitenhiebe für die konservative Mitte unter Mustafa Kemal, war die Umstrukturierung der Haghia Sofia von einer Moschee ,in ein Museum.  Dies war ein Bruch mit dem Osmanischen Reich und ihrer Vergangenheit, da die Haghia Sofia Sinnbild der Eroberung Istanbuls durch die Osmanen war. Der KO Schlag folgte dann, als Istanbul als Hauptstadt abdanken und Ankara als Hauptstadt ausgerufen wurde. Somit wollte man sich komplett vom Islam, der Osmanen und seiner Vergangenheit distanzieren und keinen Platz im Staat für diese lassen.

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